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Iran-Krieg: Pentagon fordert 200 Milliarden Dollar für Irankrieg | FAZ

03/19/2026
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Oliver Kühn

Index

Pentagon will 200 Milliarden Dollar für Irankrieg

Das amerikanische Verteidigungsministerium will nach Informationen der „Washington Post“ den Kongress um 200 Milliarden Dollar (rund 174 Milliarden Euro) zur Finanzierung des Irankriegs bitten. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Donnerstag zu dem Bericht, diese Zahl könne sich noch ändern. „Natürlich braucht man Geld, um Bösewichte zu töten“, fügte er hinzu. Die 200 Milliarden Dollar würden laut „Washington Post“ die gesamten Ukraine-Hilfen der Vereinigten Staaten übersteigen.

Die „Washington Post“ hatte berichtet, das Pentagon habe das Weiße Haus gebeten, die Forderung von 200 Milliarden Dollar an den Kongress zu bestätigen. Das Blatt berief sich auf einen ranghohen Regierungsmitarbeiter und drei weitere anonyme Quellen, die die Größenordnung bestätigten.

Bisher hatten amerikanische Medien von einer möglichen Regierungsanfrage an den Kongress in Höhe von 50 Milliarden Dollar berichtet. Laut „Washington Post“ gehen die 200 Milliarden Dollar weit über die bisherigen Kriegskosten hinaus, die nach den ersten sechs Tagen auf rund elf Milliarden Dollar geschätzt worden waren. Zusätzlich wolle Hegseth die Waffenproduktion ankurbeln.

Die Summe wäre zudem höher als der gesamte bisherige amerikanische Beitrag für die Ukraine. Laut der Zeitung genehmigte der Kongress bis zum Jahreswechsel insgesamt rund 188 Milliarden Dollar für die Unterstützung der Ukraine. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte seinem Vorgänger Joe Biden Verschwendung vorgeworfen und die meisten Finanzhilfen nach seinem Amtsantritt vor 14 Monaten eingestellt.

Rebecca Boucsein

Die Lage im Energiesektor wird immer angespannter: Mehrere Angriffe auf Energieanlagen im Nahen Osten lassen die Preise steigen. Hier einer Übersicht der Angriffe: 

Majid Sattar, Korrespondent

Majid Sattar, Korrespondent

Trump lobt Japan und schimpft über die NATO 

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich zufrieden mit der Hilfe Japans gezeigt, die Folgen des Irankrieges zu bewältigen. Beim Besuch der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi im Weißen Haus, sagte er am Donnerstag: „Wir bekommen viel Unterstützung von Japan – anders als von der NATO.“  Konkret wurde er nicht; er verwies bei der Pressebegegnung im Oval Office darauf, dass er mit Takaichi noch über die Unterstützung reden werde. 

Trump nannte es angemessen, dass Tokio seiner Verantwortung gerecht werde, da die Vereinigten Staaten schließlich 45.000 Soldaten in Japan zum Schutz des Landes stationiert habe und viel Geld für den Verbündeten ausgeben würden. Zudem sei Japan, anders als die Vereinigten Staaten, von der Öl- und Gaslieferung über die Straße von Hormus abhängig. Er sagte auch, die NATO werde inzwischen „freundlicher“ mit Blick auf seine Forderung, die Meerenge zu sichern. Er fügte aber hinzu: Es sei aber zu spät. „Wir verteidigen die Straße von Hormus für alle anderen.“

Mit Blick auf den Irankrieg sagte Trump generell, die „Exkursion“ sei nötig gewesen. Danach werde die Welt sicherer sein. Der Krieg sei bald vorüber. Man sei dem Zeitplan weit voraus. Die von seiner Regierung vom Kongress angeforderten zusätzlichen Mittel für den Verteidigungsetat – 200 Milliarden Dollar – rechtfertigte er mit Verweis auf die nötige Munition. Die Forderung sei umsichtig. Die Vorgängerregierung von Präsident Joe Biden habe so viele Waffen an die Ukraine gegeben. 

Ministerpräsidentin Takaichi sagte, die Lage im Nahen Osten und in der Welt sei ernst. Die Weltwirtschaft habe einen Schlag abbekommen. Doch nur Trump könne einen Frieden erreichen. Sie sagte zudem, Iran dürfe nie über Atomwaffen verfügen. Auch verurteilte sie die Angriffe Teherans auf seine Nachbarn und die Schließung der Straße von Hormus. 

Louise Otterbein

Reparatur von LNG-Anlagen in Qatar soll bis zu fünf Jahre dauern

Die Reparatur der durch iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Qatar wird nach Angaben von QatarEnergy drei bis fünf Jahre dauern. Betroffen ​seien Anlagen, die 17 Prozent der Exportkapazität des Unternehmens ausmachten, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe sich „in seinen kühnsten Träumen“ nicht vorstellen können, dass Qatar und die Region derart angegriffen würden – „insbesondere von einem brüderlichen muslimischen Land im Monat Ramadan“.

Louise Otterbein

US-Verteidigungsminister Hegseth: Kein Zeitplan für Ende des Iran-Kriegs

Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gibt es keinen Zeitplan für ein Ende des Irankriegs. Er würde „keinen endgültigen Zeitrahmen festlegen“, sagte Hegseth am Donnerstag im Pentagon. Letztlich sei es Präsident Donald Trump, der über das Ende des Einsatzes entscheide.

Bereits vor zehn Tagen hatte Trump den Krieg „so gut wie beendet“ genannt und als „kurzen Ausflug“ bezeichnet. Seitdem setzen die USA und Israel ihre Luftangriffe jedoch unverändert fort. Hegseth fügte hinzu, die USA lägen bei ihren Kriegszielen „sehr gut im Plan“.

Louise Otterbein

Industriestaaten wollen Energiemärkte stabilisieren und Hormus sichern

Führende europäische Staaten und Japan zeigen sich grundsätzlich bereit, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. ​Man werde sich an entsprechenden Bemühungen beteiligen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Japan. Die Gruppe verurteilt die iranischen Angriffe und fordert ein sofortiges Ende der Attacken. 

Zudem kündigen die Staaten an, die Energiemärkte zu ⁠stabilisieren. Dazu wolle man mit Förderländern an einer Erhöhung der Produktion arbeiten und begrüße die Freigabe strategischer Ölreserven.

Louise Otterbein

Medienberichte: Trump wusste vorab von Israels Angriff auf Gasfeld

US-Medienberichte legen nahe, dass Präsident Donald Trump vor dem israelischen Angriff auf das bedeutende Gasfeld „South Pars“ informiert war. Damit widersprechen sie Trumps Darstellung, die USA hätten von dem Schlag nichts gewusst. Das „Wall Street Journal“ berichtet, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormus freizugeben. Iran blockiert derzeit die für den globalen Ölexport wichtige Meeresenge. 

Das US-Nachrichtenportal „Axios“ schreibt, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Trump hätten sich über das Vorgehen abgestimmt. Sowohl „Axios“ als auch „Wall Street Journal“ berufen sich auf US- und israelische Beamte. „Trumps Äußerungen waren nicht zutreffend“, schreibt „Axios“. Diese Einschätzung teilt Dan Shapiro, ehemaliger US-Botschafter in Israel. Auf X schrieb er, es sei keinesfalls denkbar, dass die israelischen Streitkräfte einen Angriff an diesem Ort durchführten, ohne das US-Militär zu informieren. 

Kim Björn Becker

Wirtschaftsministerin Reiche kann sich Lieferung von Abwehrwaffen vorstellen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kann sich vorstellen, dass deutsche Unternehmen Abwehrwaffen in die Golfregion liefern. Das berichtet unser Wirtschaftskorrespondent in Berlin, Christian Geinitz. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hätten zurecht klargestellt, dass die Bundesrepublik keine „aktive Hilfe in der der kriegerischen Auseinandersetzung“ leisten werde, so Reiche. Das müsse aber nicht bedeuten, dass die deutsche Wirtschaft keine Verteidigungsmittel für die von Iran angegriffene Region bereitstellen dürfe, sagte Reiche am Donnerstagvormittag vor dem CDU-Wirtschaftsrat in Berlin. 

„Wir haben Unternehmen in Deutschland, die wissen, wie Flugabwehr funktioniert. Wir haben mittlerweile Drohnenunternehmen, die auch für die Ukraine produzieren“, stellte Reiche klar. „Die sind wirklich stark“ und könnten „vor Ort Hilfe leisten“, so die Ministerin. „Ein Engagement der Bundeswehr ist ausgeschlossen, aber das würde sicherlich helfen“. 

David Klaubert

Gaspreis steigt deutlich an

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Donnerstag deutlich gestiegen. Qatars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Morgen um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.

Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran bei lediglich bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem mehr als verdoppelt.

David Klaubert

Kuwait meldet Brände in Ölraffinerien

In Kuwait sind zwei Raffinerieanlagen der staatlichen Ölgesellschaft Ziel von Drohnenangriffen geworden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation berichtete, wurde eine Betriebseinheit in der Raffinerie Mina Abdullah von einer Drohne attackiert. Daraufhin sei ein Brand ausgebrochen.

Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion. 

David Klaubert

Iran richtet drei Männer hin

Iran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein. Ihr Urteil sei wegen „Mord und operativer Handlungen“ seitens der USA und Israel gefallen, hieß es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile in Iran durch Erhängen vollstreckt. 

Rebecca Boucsein

Abu Dhabi schließt Öl- und Gasanlage 

Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu “Vorfällen” geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit.

Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen. 

Rebecca Boucsein

Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf Energieanlagen

Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump und dem Emir von Qatar zum Irankrieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors. Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf der Plattform X. 

Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden. “Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden”, erklärte er weiter.

Klaus Bardenhagen

Takaichi will mit Trump „offen“ über den Krieg sprechen

Japans Regierungschefin Sanae Takaichi wird an diesem Donnerstag im Weißen Haus in Washington erwartet. Sie muss sich mit US-Präsident Donald Trump vermutlich über die jüngsten Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit dem Irankrieg auseinandersetzen. 

Japan ist eigentlich ein enger Verbündeter der USA. Es gehört wie Deutschland aber zu den westlichen Ländern, die sich Trumps Forderung nach einer Entsendung von Kriegsschiffen zum Schutz der Straße von Hormus im Iran-Krieg verweigerten.

Takaichi kündigte im Vorfeld des Treffens an, mit Trump „offen“ über den Krieg und dessen negative Folgen für Japan zu sprechen. Das Land hängt bei 95 Prozent seiner Ölimporte vom Nahen Osten ab 70 Prozent gehen durch die von den iranischen Revolutionsgarden de facto gesperrte Schifffahrtsstraße von Hormus. 

Weiteres Thema des Gesprächs soll nach Angaben von Takaichi eine mögliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern bei der Förderung von Seltenen Erden aus den Tiefen der Ozeane sein.

Klaus Bardenhagen

Trump droht Iran mit Angriff auf gesamtes Gasfeld 

Israel wird Irans wichtiges Gasfeld „South Pars“ nach Angaben von Donald Trump nicht erneut angreifen. Das gelte, solange Iran nicht weiter Qatars Gasanlagen attackiere, schränkte er in einem Post auf der Plattform Truth Social ein.

Sollten allerdings Iran weiter die Gasindustrie in Qatar angreifen, drohte der US-Präsident mit einer massiven Bombardierung von „South Pars“ „mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat“.

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